Kolyma-Stausee, Stausee in Russland
Das Kolyma-Staubecken ist ein grosses kunstliches Gewässer in Magadan Oblast, das in den Hochländern des oberen Kolyma-Gebietes liegt. Es wurde durch einen Dammbau für ein Wasserkraftwerk entstanden und erstreckt sich über etwa 150 Kilometer Länge mit einer Fläche von rund 441 Quadratkilometern, wobei das Wasser an tiefsten Stellen etwa 120 Meter erreicht.
Das Staubecken entstand in der Sowjetzeit als Teil eines ehrgeizigen Programms zur Stromerzeugung in dieser abgelegenen Region. Bei der Flutung verschwanden mehrere Siedlungen wie Sibik-Tyllah und Vetreny unter dem Wasser, während die Region eine lange Geschichte als Ausbannungsort mit erheblichen Härten für die Bewohner hatte.
Der Name des Stausees bezieht sich auf den Kolyma-Fluss, der ihn speist und in der lokalen Geschichte der Region fest verankert ist. Die Landschaft um das Becken wird von der stillen Wasseroberfläche geprägt, die sich in den kurzen Sommermonaten spiegelt und im Winter zu einer durchgehenden Eisdecke gefriert, welche die tägliche Nutzung durch die wenigen ansässigen Menschen beeinflusst.
Das Gebiet ist abgelegen und wird durch lange, kalte Winter und kurze Sommer geprägt, weshalb der Zugang am besten in den wärmeren Monaten erfolgt. Die Umgebung ist wild und dünn besiedelt, daher sollten Besucher auf gute Ausrüstung vorbereitet sein und realistische Erwartungen für diese raue Nordlandschaft haben.
Vor der Flutung des Gebietes lag an der Mündung des Kongo-Flusses ein paläolithischer Fundplatz mit Steinwerkzeugen, Messern und Geschossitzen, die von Jägern aus der Steinzeit stammen. Diese archäologischen Spuren belegen, dass Menschen diese raue Landschaft bereits vor Tausenden von Jahren besiedelt und durchquert haben.
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