Komsomolskaja, U-Bahnstation im Bezirk Krasnoselsky, Russland
Komsomolskaja ist eine unterirdische Metrostation in Moskau im Bezirk Krasnoselsky, direkt neben drei großen Bahnhöfen: dem Leningrader, dem Jaroslawler und dem Kasaner Bahnhof. Der Bahnsteig ist von hohen Marmorsäulen gesäumt, und eine achteckige Kuppel mit Mosaikdecke überspannt den zentralen Bereich.
Die Station wurde am 30. Januar 1952 als Teil der Ringlinie der Moskauer Metro eröffnet, einem der größten Bauprojekte der Stalinzeit. Sie entstand zu einem Zeitpunkt, als die Sowjetunion ihre öffentliche Architektur als Ausdruck staatlicher Stärke einsetzte.
Acht Deckengemälde des Malers Pawel Korin zeigen russische Militärszenen, darunter die Völkerschlacht bei Leipzig und den Sieg über Napoleon. Wer den Bahnsteig entlanggeht, kann jedes Bild einzeln betrachten, als würde er eine Galerie durchqueren.
Der Eingang liegt direkt vor den Bahnhöfen, sodass man ihn bei der Ankunft mit dem Zug leicht findet. Da die Station ein wichtiger Umsteigeknoten ist, kann es in den Stoßzeiten am Morgen und am Abend sehr voll werden.
Die Station wurde auf der Weltausstellung Expo 1958 in Brüssel mit einem Preis ausgezeichnet, was für ein Bauwerk des Alltags, das täglich tausende Fahrgäste benutzen, eher ungewöhnlich ist. Der Architekt Alexei Schtschussew entwarf sie, hatte jedoch im Jahr der Eröffnung bereits aufgehört zu leben.
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