Sywasch, Salzwasser-Lagunen-System im Südosten der Ukraine
Die Siwasch-Bucht ist ein flaches Lagunensystem entlang der Nordküste des Asowschen Meeres, getrennt vom offenen Meer durch die schmale Arabat-Nehrung. Das Wasser reicht selten tiefer als drei Meter und bildet ein Netz aus verzweigten Buchten und schlammigen Ufern.
Die Rote Armee überquerte im November 1920 die Siwasch während der Perekop-Tschongar-Operation, um die weißgardistischen Truppen auf der Krim anzugreifen. Dieser Durchbruch durch das flache Wasser überraschte die Verteidiger und trug zum Ende des Bürgerkriegs in der Region bei.
Die Einheimischen nennen das Gewässer Gniloe More oder Fauliges Meer, ein Name, der sich auf den starken Geruch bezieht, den verwesende Algen und hohe Salzkonzentrationen erzeugen. Fischer und Salzarbeiter haben über Jahrhunderte gelernt, mit den extremen Bedingungen zu leben und die Ressourcen der Lagune zu nutzen.
Das Gebiet ist über lokale Straßen erreichbar, wobei Krasnoperekopsk als Ausgangspunkt für Besuche dient. Die Uferzonen sind oft schlammig und schwer begehbar, daher sollten Reisende festes Schuhwerk tragen und sich auf unwegsames Gelände einstellen.
Mikroalgen färben das Wasser in bestimmten Jahreszeiten rot oder rosa, abhängig von der Salzkonzentration und der Wassertemperatur. Diese Färbung ist besonders bei warmem Wetter sichtbar, wenn die Algen sich stark vermehren und das Licht reflektieren.
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