Saint John Lutheran church, Lutherische Kirche in Lomonosov, Russland.
Die Johanneskirche ist ein steinerner lutherischer Bau in Martyschkino, heute Teil von Lomonossow, errichtet 1829 bis 1831 nach Plänen des Hofarchitekten Joseph Scharlemann. Sie fasst 700 Plätze; Sockel und Vorhallen bestehen aus Putilowo-Platte, die Fassaden sind verputzt und hellgrau gestrichen. Die Fenster tragen Schmiedegitter der Schmiede E. Semjonow und P. Jurow.
Die lutherische Gemeinde Tyrö wurde 1642 von der Gemeinde Tuutari getrennt; ihre erste Holzkirche entstand 1691. Nach deren Verfall bat Pastor Gustaf Herkepaeus 1748 Kaiserin Elisabeth um einen Neubau, und eine zweite Holzkirche nach Franz Brouwer bestand von 1749 bis 1831. Nikolaus I. genehmigte 1827 eine Steinkirche des Architekten Joseph Charlemagne, bewilligte im Januar 1828 90.000 Rubel, im Juni 1829 wurde der Grundstein gelegt; die Weihe auf den heiligen Johannes folgte am 21. Januar 1831.
Die Gemeinde Tyrö war eine finnischsprachige ingrische lutherische Gemeinde, nicht deutsch oder skandinavisch; 1865 zählte sie 5.736 Mitglieder, 1917 etwa 8.424, verteilt auf 68 Dörfer. Zwei Pastoren versahen den Dienst, und 1895 wurde eine Sonntagsschule eröffnet, in der R. Pokkinen, Absolvent des Seminars von Kolpana, unterrichtete. 1936 wurde die Kirche geschlossen.
Die Kirche steht auf einer kleinen Anhöhe an der Straße nach Oranienbaum im ehemaligen Dorf Martyschkino. 1989 wurde das Gebäude wegen Baufälligkeit geschlossen und am 19. November 1991 der lutherischen Gemeinde Tyrö zurückgegeben; 1992 begann die Sanierung, die Wiedereinweihung folgte am 19. Mai 1996.
Die Kirche steht auf einer kleinen Anhöhe an der Straße nach Oranienbaum, wo im Juni 1829 ihr Grundstein gelegt wurde. Die Ziegel stammten aus einer örtlichen Fabrik, weitere Baumaterialien wurden vom Gut Gostilizy herbeigeschafft. Das Gebäude ist als föderales Kulturerbe eingestuft.
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