Oranienbaum, Palastkomplex in Lomonossow, Russland
Oranienbaum ist ein Palastkomplex mit Parks in Lomonossow in Russland, dessen Zentrum das Große Menschikow-Palais bildet. Der Bau erstreckt sich über sanfte Terrassen oberhalb der Newa-Bucht und umfasst mehrere Pavillons, Gärten und Alleen, die barocke und Rokoko-Elemente miteinander verbinden.
Fürst Alexander Menschikow ließ den Palast zwischen 1710 und 1727 durch die Architekten Giovanni Fontana und Gottfried Schädel errichten. Katharina die Große erweiterte später den Oberen Park und fügte den Chinesischen Palast und das Rutschenberg-Pavillon hinzu, die Antonio Rinaldi entwarf.
Der Name Oranienbaum stammt aus dem Deutschen und verweist auf die ursprüngliche Gewächshausanlage für Orangenbäume, die Menschikow hier errichten ließ. Die Parkwege im Unteren Garten führen durch alte Lindenalleen, unter denen Einheimische oft spazieren gehen und auf den Bänken rasten.
Das Gelände ist gut zu Fuß erschließbar, die Pavillons liegen über mehrere Parkbereiche verteilt und erfordern etwas Gehzeit. Führungen durch die Innenräume des Großen Palais werden vor Ort organisiert, der Zugang erfolgt ausschließlich über die Kasse am Eingang.
Dieser kaiserliche Landsitz blieb der einzige in der Umgebung von Sankt Petersburg, der im Zweiten Weltkrieg nicht von deutschen Truppen besetzt wurde. Die örtliche Verteidigung verhinderte die Eroberung, sodass viele ursprüngliche Möbel und Dekorationselemente in den Innenräumen erhalten blieben.
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