Idrisiden von Asir, Historisches Emirat in der Region Asir, Saudi-Arabien
Das Idrisiden-Emirat war ein Staatswesen, das sich von den Bergen des Asir bis zur Küste des Roten Meeres erstreckte und Gebiete im heutigen Saudi-Arabien sowie im nördlichen Jemen umfasste. Die Herrschaft beruhte auf zwei Verwaltungszentren, die die zerklüftete Landschaft zur Verteidigung nutzten.
Muhammad ibn Ali al-Idrisi gründete das Emirat 1908 und herrschte unabhängig von der Kontrolle durch das Ottomanische Reich. Der Staat existierte bis 1934, als er in das König-Reich Saudi-Arabien integriert wurde.
Das Emirat war geprägt von religiösen Praktiken, die Sufi-Traditionen mit lokalen Bräuchen vermischten. Diese Mischung spiegelte sich in der Lebensweise der Bevölkerung wider und prägte das tägliche Zusammenleben in den Bergdörfern und Küstengebieten.
Heute kann man die historische Region Asir besuchen, um die gebirgige Landschaft zu sehen, die einst als Verteidigungsstrategie diente. Die zersiedelte Topographie mit Bergen und Küste bietet verschiedene Wege, um die ehemals kontrollierten Gebiete zu erkunden.
Der Gründer des Emirats war mit der al-Qarawiyyin-Universität in Marokko verbunden, einer Institution mit großem akademischen Ruf. Diese Verbindung trug zu einem ungewöhnlichen intellektuellen Einfluss in einem regional geprägten Gebiet bei.
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