Hajir Ismail, Heiliger Raum an der Kaaba in Mekka, Saudi-Arabien
Hajir Ismail ist ein halbkreisförmiger Raum am Kaaba-Gebäude in Mekka, der durch niedrige Marmormauern an drei Seiten begrenzt wird. Der offene Bogen schließt sich direkt an die nordwestliche Wand des Heiligtums an und bildet eine klar erkennbare Erweiterung.
Die Grundmauern gehen der Überlieferung nach auf die Zeit zurück, als Abraham und Ismael das erste Haus des Gebets errichteten. Spätere Erweiterungen veränderten den umgebenden Hof, doch dieser Abschnitt blieb in seiner halbkreisförmigen Gestalt erhalten.
Gläubige umrunden diesen Bereich während ihrer sieben Umkreisungen des Heiligtums und berühren oft die Marmorbegrenzung im Gebet. Der Name erinnert an Hagar und ihr Kind, deren Andenken in den Ritualen der Pilger bis heute lebendig bleibt.
Es empfiehlt sich, außerhalb der fünf täglichen Gebetszeiten zu kommen, wenn der Andrang geringer ist. Die polierten Böden können bei Nässe rutschig werden, daher ist vorsichtiges Gehen ratsam.
Der Bogen schließt jenen Teil ein, der nach einem Erdbeben im siebten Jahrhundert außerhalb des neu errichteten Fundaments blieb. Die Mauer markiert somit eine historische Baugrenze, die über Jahrhunderte respektiert wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.