Chartum, Hauptstadt am Zusammenfluss des Nils, Sudan.
Khartum erstreckt sich über die Stelle, an der sich der Weiße und der Blaue Nil treffen, was die Stadt in drei Hauptbezirke teilt. Sandige Straßen führen durch flache Wohnviertel, Verwaltungsgebäude und Märkte, die sich entlang beider Flussufer ausbreiten und in Richtung der umliegenden Wüste auslaufen.
Ägyptische Truppen gründeten 1821 einen Militärposten an diesem Flussübergang, der sich rasch zu einem zentralen Verwaltungs- und Handelsknotenpunkt entwickelte. Später wurde die Stadt zum Schauplatz von Belagerungen und Konflikten, die ihre Rolle als politisches Zentrum des Sudan prägten.
Das Nationalmuseum zeigt Funde aus nubischen Königreichen, darunter Tempel und Gegenstände aus Jahrhunderten afrikanischer Geschichte. In den Straßen mischen sich arabische Musik, Marktrufe und der Duft von frisch gebrühtem Kaffee, während Händler Gewürze, Stoffe und handgefertigtes Kunsthandwerk anbieten.
Die Temperaturen schwanken das ganze Jahr über zwischen 25 Grad und 45 Grad, daher ist es ratsam, Wasser mitzunehmen und Aktivitäten im Freien auf die frühen Morgenstunden zu legen. Die Straßen sind oft staubig und uneben, weshalb geschlossene Schuhe und Kleidung, die vor der Sonne schützt, empfehlenswert sind.
Der Präsidentenpalast steht an der Stelle, wo General Gordon 1885 starb, ein Ereignis, das den Verlauf der sudanesischen und britischen Kolonialgeschichte prägte. Ganz in der Nähe markiert ein Denkmal diesen Moment, der noch heute in vielen Erzählungen der Stadt präsent ist.
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