Nassersee, Künstlicher Stausee zwischen Südägypten und Nordsudan
Der Nassersee ist ein Stausee im südlichen Ägypten und im nördlichen Sudan, der durch den Assuan-Staudamm entstanden ist und sich über 290 Kilometer erstreckt. An manchen Stellen erreicht das Wasser eine Breite von fast neun Kilometern und bedeckt Flächen, die einst Niltal und nubische Siedlungen waren.
Der Staudamm wurde zwischen 1960 und 1970 errichtet, um die Nilüberschwemmungen zu regulieren und Wasserkraft zu erzeugen. Während das Becken sich füllte, wurden antike Tempelanlagen wie Abu Simbel und Philae an höher gelegene Orte versetzt, um sie vor dem Untergang zu retten.
Der Name Nasser bezieht sich auf Gamal Abdel Nasser, den ägyptischen Präsidenten zur Zeit der Stauung des Sees. In Sudan trägt das Gewässer den Namen Nubischer See, um die Region zu würdigen, deren Dörfer unter Wasser verschwanden.
Das Seeufer erreicht man am besten von Assuan aus, wo Bootstouren entlang der Uferlinie und zu versetzten Tempeln starten. Außerhalb der Sommermonate ist die Hitze weniger drückend, und die Sicht über das Wasser bleibt klar und weit.
In diesem Gewässer leben mehr als 50 Fischarten, manche davon wurden erst nach der Flutung entdeckt. Die Grenze zwischen Ägypten und Sudan verläuft mitten durch den See, sodass Fischerboote beider Länder dieselben Wasserflächen nutzen.
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