Sanam, Sudan, Archäologische Stätte am Nilufer nahe Merowe, Sudan.
Sanam ist eine archäologische Stätte an einem Flussabschnitt des Nils bei Merowe mit Tempeln und Verwaltungsgebäuden aus der Antike. Die Konstruktionen erstrecken sich über mehrere hundert Meter und zeigen eine organisierte Siedlung mit religiösem und wirtschaftlichem Zweck.
Die Stätte stammt aus der Napata-Zeit, einer Periode mit großem politischem Einfluss in der Region zwischen 800 und 300 v.Chr. Der Tempel wurde unter König Taharqo erbaut und später von König Aspelta umgestaltet.
Der Friedhof von Sanam zeigt das Alltagsleben gewöhnlicher Menschen, die dort begraben wurden. Die Gräber geben Einblick in die sozialen Strukturen und Bestattungsbräuche einer frühen Bevölkerung.
Der Ort liegt in einer trockenen Gegend nahe dem Nil und ist am besten während der kälteren Monate zu besuchen. Es gibt wenig Schatten oder Unterkunftsmöglichkeiten direkt vor Ort, daher sollte man sich auf längere Exposition und Hitze vorbereiten.
Ein Handelsposten aus weißem Sandstein war das Zentrum für den Elfenbeinhandel, der während des ersten Jahrtausends in entfernte Märkte gelangte. Diese Aktivität zeigt die wirtschaftlichen Verbindungen der antiken Region zu anderen Teilen der Welt.
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