Kerma-Kultur, Archäologische Stätte entlang des Nils, Sudan
Das antike Reich von Kerma ist eine archäologische Stätte entlang des Nils im Sudan, die Spuren einer afrikanischen Hochkultur südlich von Ägypten bewahrt. Die Anlage umfasst zwei große Lehmziegelbauten, die als Westlicher und Östlicher Deffufa bekannt sind, sowie ausgedehnte Friedhöfe mit Tausenden von Bestattungen.
Die Siedlung entstand um 2500 v. Chr. als Handelsposten für Gold, Elfenbein und Vieh zwischen Afrika und dem Mittelmeerraum. Das Reich entwickelte sich zu einem mächtigen Gegner Ägyptens, bis es 1504 v. Chr. von Pharao Thutmosis I. erobert wurde.
Der afrikanische Name bezeichnet drei aufeinanderfolgende Siedlungsphasen, deren Bewohner ihre Toten in runden oder rechteckigen Gruben mit persönlichen Gegenständen bestatteten. Diese Grabstätten zeigen einen ausgeprägten Glauben an ein Leben nach dem Tod und die lokale Tradition, Rinderschädel als Opfergaben zu verwenden.
Ein kleines Museum am Eingang zeigt Funde aus den Ausgrabungen, darunter Töpferwaren und Schmuckstücke. Besucher sollten früh am Morgen kommen, da die Wüstensonne mittags sehr intensiv wird und kaum Schatten vorhanden ist.
Die größte Grabanlage misst etwa 90 m (295 ft) im Durchmesser und war ursprünglich von einem hölzernen Palisadenzaun umgeben. Archäologen fanden darin die Überreste von Hunderten von Menschen, die dem Herrscher ins Grab folgten.
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