Kumma, Archäologische Befestigungsanlage im nördlichen Sudan
Kumma ist eine ägyptische Festungsanlage am Ostufer des Nils mit dicken Steinmauern, inneren Räumen und verschiedenen Ebenen, die über Jahrhunderte hinweg erweitert wurde. Die Struktur zeigt klare Verteidigungselemente und war so angelegt, dass sie die Kontrolle über die Flussroute sicherte.
Kumma wurde Mitte der 12. ägyptischen Dynastie als Festung in Nubien gegründet. Sie wurde von Pharao Sesostris III., der von 1878 bis 1839 v. Chr. regierte, zusammen mit der Festung Semna am gegenüberliegenden Ufer erbaut. Die beiden Festungen schützten die Grenze zwischen Ägypten und den südlichen Gebieten.
Der Name Kumma ist nicht ägyptisch; die Stätte heißt auch Semna-Ost und bildet das Gegenstück zu Semna am anderen Ufer. Hier stand der Tempel des widderköpfigen Chnum, des Gottes des ersten Katarakts; er wurde gerettet und im Nationalmuseum des Sudan in Khartum wieder aufgebaut, wo seine Blöcke zu sehen sind.
Kumma liegt am Ostufer des Nils, etwa 365 km südlich von Assuan und 35 km südwestlich des zweiten Katarakts, gegenüber von Semna. Beide Stätten liegen heute unter dem Nubia-See, sodass am Ort selbst nichts zu begehen ist. Den geretteten Chnum-Tempel findet man im Nationalmuseum des Sudan in Khartum.
Der Chnum-Tempel von Kumma wurde abgebaut und im Nationalmuseum des Sudan in Khartum wieder aufgebaut, bevor der Nubia-See die Stätte bedeckte. Das Fort selbst liegt heute unter dem See, sodass seine behauenen Blöcke im Museum zu sehen sind.
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