Tempel von Abu Simbel, Tempelkomplex im südlichen Ägypten
Abu Simbel ist ein antiker Tempelkomplex im Süden Ägyptens, der aus zwei in den Fels gehauenen Heiligtümern besteht, die am Ufer des Nassersees liegen. Die gewaltige Fassade des Haupttempels zeigt vier sitzende Kolossalstatuen von Ramses II., jede etwa 20 Meter hoch, während der kleinere Tempel sechs stehende Figuren aufweist, die der Königin Nefertari und dem Pharao gewidmet sind.
König Ramses II. ließ die beiden Tempel um 1264 vor Christus erbauen, um die Südgrenze Ägyptens zu markieren und seine Macht über Nubien zu demonstrieren. In den 1960er Jahren wurden die Bauwerke wegen des Nassersee-Projekts etwa 65 Meter höher und 200 Meter landeinwärts verlegt, um sie vor den steigenden Wassern zu bewahren.
Die Tempelwände zeigen reich verzierte Hieroglyphen, die militärische Siege, religiöse Rituale und Szenen aus der altägyptischen Mythologie und dem Alltag darstellen. Besucher können die fein gearbeiteten Reliefs betrachten, die Einblicke in die Weltanschauung und die symbolischen Systeme des pharaonischen Ägypten geben.
Der Komplex ist täglich zugänglich, wobei die Morgenstunden kühlere Temperaturen und sanfteres Licht zum Fotografieren bieten. Die Anlage ist gut ausgebaut, aber das Gelände erfordert an manchen Stellen etwas Gehen über unebene Wege und Stufen, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird.
Der Haupttempel wurde so konzipiert, dass Sonnenlicht nur am 22. Februar und am 22. Oktober die Statuen im inneren Heiligtum beleuchtet, Daten, die astronomische Bedeutung besitzen. Nach der Verlegung verschob sich das Phänomen um einen Tag, sodass es nun am 21. Februar und 21. Oktober stattfindet, was zeigt, wie präzise die ursprüngliche Ausrichtung geplant war.
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