Sayala, Archäologische Stätte in Unternubien, Ägypten.
Sayala ist ein Grabungsgelände mit mehreren Friedhofszonen entlang der Nilostküste in Unterägypten. Die Stätten enthalten steinerne Grabhügel und Erdgräber, die sich über verschiedene Zeiträume erstrecken und unterschiedliche Bestattungsmuster zeigen.
Das Grabungsgelände wurde zwischen 1961 und 1965 von österreichischen Forschern freigelegt, die etwa 650 Bestattungen aus dem dritten bis sechsten Jahrhundert nach Christus aufdeckten. Diese Forschungsarbeiten verbanden erstmals umfassende Ausgrabungen mit wissenschaftlichen Untersuchungen zur Rekonstruktion des damaligen Lebens.
Der Ort trägt die Namen seiner Gräberfelder, die seit Generationen das Niltal prägen. Besucher können heute noch die Anordnung dieser Begräbnisplätze nachvollziehen, die zeigen, wie Menschen hier ihre Verstorbenen in unterschiedlichen Gruppierungen beisetzten.
Der Ort liegt in einer abgelegenen Region Unterägyptens und erfordert sorgfältige Planung für den Besuch. Die Forschungsarbeiten vor Ort sind intensiv und konzentrieren sich auf Laboruntersuchungen von menschlichen Überresten, weshalb Besuche mit lokalen Guides empfohlen werden.
Wissenschaftler konnten in den Überresten mehrerer Personen Spuren einer uralten Krankheit nachweisen, indem sie DNA und andere biologische Marker analysierten. Dieser Fund zeigte, dass solche Infektionen bereits vor vielen Jahrhunderten Menschen an diesem Ort betroffen haben.
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