Dendur, Ägyptischer Tempel aus Nubien im Metropolitan Museum of Art, Vereinigte Staaten.
Der Tempel von Dendur ist ein sandsteinernen Tempelbau aus der Antike mit drei miteinander verbundenen Kammern, deren Wände mit geschnitzten Reliefs ägyptischer Gottheiten und des römischen Kaisers Augustus geschmückt sind. Das Bauwerk misst mehrere Meter in der Höhe und zeigt die handwerkliche Geschicklichkeit der Baumeister jener Zeit.
Der Tempel wurde um 10 v. Chr. unter Kaiser Augustus fertiggestellt und war ursprünglich im antiken Nubien gelegen. Er wurde 1962 abgebaut und in die USA gebracht, nachdem der Bau des Assuan-Staudamms die Überflutung seiner ursprünglichen Heimat drohte.
Die Tempelwände zeigen Opfergaben an die Göttin Isis und an zwei nubische Brüder namens Pedesi und Pihor, denen göttliche Verehrung entgegengebracht wurde. Diese Darstellungen geben Einblick in die lokalen Glaubensvorstellungen und spirituellen Praktiken der antiken Nubia-Region.
Der Tempel befindet sich in der Sackler-Flügel-Galerie im Metropolitan Museum of Art, wo konstante Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen seine Erhaltung sichern. Besucher sollten ausreichend Zeit einplanen, um die Reliefs von Nah und Fern zu betrachten, da die sorgfältig kontrollierten Umgebungsbedingungen Langzeitscutz bieten.
Bevor der Tempel nach New York kam, hinterließen Besucher des 19. Jahrhunderts ihre Namen und Markierungen auf den Sandsteinwänden. Diese frühen Kratzer sind noch heute teilweise sichtbar und erinnern an eine Zeit, als antike Orte anders behandelt wurden als heute.
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