Pyramiden von Meroe, Archäologische Stätte in Meroe, Sudan
Die Pyramiden von Meroe sind eine archäologische Stätte in Meroe, Sudan, wo mehr als hundert Bauwerke aus sandfarbenem Stein auf beiden Ufern eines ausgetrockneten Flussbetts stehen. Die Anlagen verteilen sich auf zwei Hauptgruppen, wobei die nördliche Zone größere Monumente enthält und die südliche kleinere Grabstätten umfasst.
Das Reich von Kusch verlegte seinen Regierungssitz hierher um 300 vor Christus und begann Grabmonumente für Herrscher und hohe Würdenträger zu errichten. Der Bau dauerte bis ins vierte Jahrhundert unserer Zeitrechnung, als das Königreich durch äußere Invasionen unterging.
Die Bauwerke zeigen Meroitische Schriftzeichen und Reliefs von Gottheiten wie Apedemak, einem löwenköpfigen Kriegsgott, der nur in diesem Reich verehrt wurde. Besucher erkennen heute an den noch sichtbaren Dekorelementen eine religiöse Praxis, die ägyptische Vorbilder mit lokalen Überzeugungen verband.
Der Ort liegt weit von größeren Städten entfernt und erfordert eine mehrtägige Anreise mit Geländewagen über unbefestigte Wege. Wasser und Schatten sind rar, daher sollte man früh am Morgen oder spät nachmittags kommen und ausreichend Trinkvorrat mitführen.
Die Kammern wurden im 19. Jahrhundert von einem italienischen Schatzsucher gesprengt, der die Decken zerstörte, um schneller an Grabbeigaben zu gelangen. Seine Plünderungen hinterließen charakteristische Einschläge an den Spitzen vieler Monumente, die heute als Narben der Vergangenheit sichtbar bleiben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.