Aba-Insel, Flussinsel im Weißen Nil, Sudan
Aba Island ist eine Flussinsel im Weißen Nil im Zentrum des Sudan, langgestreckt und von beiden Ufern des Flusses aus sichtbar. Auf der Insel befinden sich Siedlungen, Felder und Anlegestellen für Boote, die das Alltagsleben der dort lebenden Menschen prägen.
Im Jahr 1881 rief Muhammad Ahmad auf dieser Insel die Mahdiyya-Bewegung aus, eine religiöse Erhebung gegen die ägyptisch-britische Kolonialherrschaft. In den folgenden Jahren übernahmen seine Anhänger die Kontrolle über weite Teile des Sudan, bis das Regime nach seinem Tod 1898 zusammenbrach.
Die Insel ist eng mit dem Andenken an Muhammad Ahmad verbunden, der hier als religiöser Führer auftrat und dessen Nachkommen auf sudanesischer Ebene weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Wer die Insel besucht, begegnet einer Gemeinschaft, die diese Geschichte als Teil ihrer Gegenwart lebt.
Die Insel ist nur per Boot erreichbar, und es gibt keine reguläre Fährverbindung vom sudanesischen Festland. Wer die Insel besuchen möchte, sollte sich vor Ort nach lokalen Bootsführern erkundigen und flexibel bei der Planung sein.
Im Jahr 1970 griffen ägyptische Kampfflugzeuge die Insel an, wobei viele Menschen ums Leben kamen und der Besitz der Mahdi-Familie beschlagnahmt wurde. Dieses Ereignis wird von den Bewohnern bis heute in lebhafter Erinnerung gehalten.
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