Ångermanland, Historische Provinz im Nordosten Schwedens
Ångermanland ist eine historische Provinz im Nordosten Schwedens, die sich über Küstengebiete am Bottnischen Meerbusen bis ins Bergland erstreckt. Die Landschaft besteht aus tiefen Fjorden, die ins Landesinnere schneiden, dichten Nadelwäldern und zahlreichen Flüssen, die von den Höhenlagen nach Osten fließen.
Die Region erscheint erstmals 1170 in einem norwegischen Manuskript unter dem lateinischen Namen Angariuam, der auf die tiefen Fjorde an der Küste verweist. Im Laufe des Mittelalters entwickelte sich die Gegend zu einem wichtigen Gebiet für Fischfang und später für Forstwirtschaft und Eisengewinnung.
Der Name Angermanland stammt vom altnordischen Wort für tiefen Fjord, das bis heute die Küstenlandschaft mit ihren verzweigten Buchten widerspiegelt. Entlang dieser Meeresarme entstanden über die Jahrhunderte kleine Fischerdörfer, die das heutige Bild der Region prägen.
Die Provinz verteilt sich über drei Verwaltungsbezirke, wobei die größeren Städte an der Küste liegen und als Ausgangspunkte für Erkundungen ins Landesinnere dienen. Die Flüsse und das verzweigte Straßennetz verbinden die Ortschaften miteinander und erleichtern den Zugang zu den bewaldeten Gebieten.
Die Landmasse hebt sich seit dem Ende der letzten Eiszeit kontinuierlich aus dem Meer, was bis heute an veränderten Küstenlinien und neuen Landflächen erkennbar ist. Dieser Prozess der postglazialen Landhebung dauert an und verändert die Geografie der Region langsam, aber stetig.
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