Flemingska palatset, Barockschloss in Gamla Stan, Stockholm, Schweden
Das Flemingska palatset ist ein Ziegelgebäude mit drei Geschossen und einem Attikageschoss am Slottsbacken 8 in Gamla stan, Stockholm. Die verputzten Fassaden haben ein rustiziertes Erdgeschoss in hellem Rotbraun und einen gelben oberen Bereich, der zwischen erstem und zweitem Obergeschoss durch Pilaster gegliedert ist. Das Kupferdach ist gewalmt und hat zwei runde Dachgauben zum Slottsbacken sowie ein kräftiges Zahnschnittgesims.
Erik Fleming, Mitglied des Reichsrats, ließ den Palast in den 1650er Jahren errichten; als Architekt nennen die Quellen Nicodemus Tessin d. Ä. oder Jean de la Vallée. Umgebaut wurde er 1783 und erneut 1863 für den Kaufmann Frans Theodor Berling, wobei die Fensterumrahmungen ihre heutige Form erhielten. Ab 1891 gehörte er der Pensionskasse der Telegrafenverwaltung, ab 1907 beherbergte er Stockholms zentrale Telegrafenstation. Ivar Tengbom leitete 1957–1959 eine umfassende Restaurierung, und 1992 wurde das Gebäude zum Baudenkmal erklärt.
Der Name des Palastes geht auf Erik Fleming zurück, den Reichsrat, der ihn in den 1650er Jahren in Auftrag gab. Im Inneren sind das Treppenhaus und zwei Räume mit gustavianischer Ausstattung aus den 1780er Jahren erhalten. Seit 2006 gehört das Gebäude Fabege und beherbergt heute den Co-Working-Space Helio Slottsbacken.
Das Gebäude ist leicht zu Fuß erreichbar, da es sich direkt an der Slottsbacken-Straße im Zentrum der Altstadt befindet, nicht weit vom Königlichen Schloss entfernt. Besucher können die externen Merkmale des Palastes von der Straße aus bewundern und die umliegenden Gassen erkunden.
Das Fassadendesign zeigt Rustikationen am unteren Teil des Gebäudes und Pilaster, die sich zwischen dem ersten und zweiten Geschoss erstrecken, ein typisches Merkmal der barocken Ästhetik dieser Zeit. Diese Details verdeutlichen die Designsprache, die wohlhabende schwedische Familien zur Zurschaustellung ihres Status nutzten.
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