Ferlo, Naturregion und Biosphärenreservat im nördlichen Senegal
Das Ferlo ist eine ausgedehnte Naturregion im Norden Senegals, die ein flaches, halbtrockenes Tiefland mit vereinzelten Dünen und spärlicher Savannenbewachsung umfasst. Ein Netz aus Bohrlöchern versorgt die Region mit Wasser und macht sie zu einem der wichtigsten Weidegründe des Landes sowie zu einem anerkannten UNESCO-Biosphärenreservat.
Das Ferlo-Gebiet war seit Jahrhunderten Heimat von Hirtenvölkern, die ihre Herden den Niederschlägen folgend durch die Savanne trieben. Die schweren Dürren der 1970er und 1980er Jahre zwangen viele Gemeinschaften zur Aufgabe gewohnter Wanderwege und veränderten die Landschaft nachhaltig.
Die Fula-Hirten, die diese Ebenen seit Generationen durchqueren, orientieren sich an Brunnen, die über das Land verteilt sind und das Lebenstempo bestimmen. Rinder, Ziegen und Kamele gehören zum täglichen Bild, und temporäre Lager erscheinen und verschwinden je nach Jahreszeit.
Das Ferlo ist ganzjährig zugänglich, doch die trockenste und heißeste Zeit kann für unvorbereitete Reisende sehr fordernd sein. Wer die Region erkunden möchte, sollte auf einen robusten Geländewagen zurückgreifen und ausreichend Wasser sowie Vorräte mitbringen, da Infrastruktur und Versorgungseinrichtungen selten sind.
Obwohl das Ferlo eines der größten Schutzgebiete Westafrikas umfasst, ist es unter internationalen Reisenden kaum bekannt. Der Sylvaner Nationalpark und das Wildreservat Ferlo Nord liegen in dieser Region und beherbergen Tierarten, die in den meisten anderen Teilen Senegals nicht mehr zu finden sind.
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