Nationalpark Djoudj, Naturschutzgebiet und Nationalpark bei Saint-Louis, Senegal.
Das Djoudj-Nationalpark-Vogelschutzgebiet ist ein weitläufiges Feuchtgebiet im Delta des Senegals, unweit von Saint-Louis. Es besteht aus einem Geflecht aus Seen, Teichen und Wasserläufen, die das ganze Jahr über Lebensraum für eine große Vielfalt an Vogelarten bieten.
Das Gebiet wurde 1962 unter Schutz gestellt und erhielt etwa zehn Jahre später den Status eines Nationalparks. Die UNESCO erkannte seine weltweite Bedeutung für den Naturschutz an und nahm das Gebiet in die Liste des Weltkulturerbes auf.
Für die Fischer, die seit Generationen an diesen Gewässern leben, sind die saisonalen Überschwemmungen ein fester Bestandteil des Alltags. Der Rhythmus des Lebens in der Region orientiert sich an den Ankunfts- und Abzugszeiten der Vögel, die den lokalen Kalender prägen.
Der beste Zeitraum für einen Besuch liegt zwischen November und April, wenn Zugvögel aus Europa in großer Zahl eintreffen. Bootstouren ermöglichen es, die Seen und Kanäle auf ruhige Weise zu erkunden, wobei man den Tieren auf dem Wasser sehr nahe kommt.
Das Schutzgebiet ist der wichtigste Überwinterungsort für die seltene Seggenrohrsänger, eine Vogelart, die stark auf diese Feuchtgebiete angewiesen ist. Obwohl das Gebiet weit entfernt von großen Städten liegt, ist es nach seiner Eröffnung als Nationalpark zu einem anerkannten Forschungsstandort für Ornithologen aus aller Welt geworden.
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