Brokopondo, Waldverwaltungsregion im zentralen Suriname
Brokopondo ist ein Verwaltungsbezirk in Zentralsuriname mit dichten Regenwäldern und dem Brokopondo-Stausee. Das Gebiet erstreckt sich über 7.364 Quadratkilometer und umfasst vielfältige Waldlandschaften sowie das Afobaka-Staudamm-Kraftwerk.
Der Bezirk wurde 1959 gegründet, als die Regierung ihn vom Suriname-Bezirk trennte, um das Wasserkraftprojekt Afobaka zu ermöglichen. Diese Trennung ermöglichte die größte infrastrukturelle Veränderung des Landes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Region ist Heimat von Maroon-Gemeinschaften, deren Nachfahren afrikanische Traditionen in den Waldsiedlungen bewahrt haben. Diese Gemeinden prägen das tägliche Leben und die lokale Identität des Distrikts.
Die Avobakaweg-Straße verbindet den Bezirk mit Paramaribo und bietet die Hauptzugangsroute durch den Wald. Der beste Besuchszeitpunkt ist während der trockeneren Monate, da Waldstraßen zu anderen Zeiten schwierig zu befahren sind.
Die Bildung des Brokopondo-Stausees im Jahr 1964 zwang Tausende Bewohner zur Umsiedlung und schuf völlig neue Siedlungen in der Region. Dieses Ereignis veränderte die Bevölkerungsstruktur und Siedlungsmuster des Gebiets dauerhaft.
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