Tell Abu Hureyra, Archäologische Siedlung im Gouvernement Al-Raqqah, Syrien.
Tell Abu Hureyra war eine Siedlung am Euphrat in der syrischen Provinz ar-Raqqa, die von Jägern und später von Bauern bewohnt wurde. Der Fundort liegt heute vollständig unter dem Assadsee, nachdem ein Staudamm das Gelände überflutete.
Menschen siedelten hier vom Ende der letzten Eiszeit an und gaben später die Jagd zugunsten des Anbaus von Getreide auf. Die Siedlung wurde um 7800 vor der Zeitrechnung verlassen, nachdem sie fast 6000 Jahre bewohnt gewesen war.
Die Bewohner des Fundorts bauten zunächst Gazellen nach und wandten sich dann Pflanzensamen zu, was sich in Werkzeugen und veränderten Knochenstrukturen zeigt. Diese Entwicklung machte das Tal zu einem Ort, an dem Menschen erstmals sesshaft wurden und neue Techniken erprobten.
Das Gelände ist für Besucher unzugänglich, weil das Wasser eines Stausees den gesamten Hügel bedeckt. Alle Ausgrabungsstücke wurden vor der Überflutung geborgen und werden in Museen aufbewahrt.
Forscher entdeckten hier Spuren von Roggenpflanzen, die vor etwa 13000 Jahren angebaut wurden, was als einer der ältesten Belege für Getreidenutzung gilt. Die Körner stammen aus einer Zeit, als die meisten Menschen noch nomadisch lebten.
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