Qasr al-Heir asch-Scharqi, Wüstenschloss und archäologische Stätte im Gouvernement Homs, Syrien.
Qasr al-Hayr al-Sharqi ist ein befestigter Komplex in der syrischen Wüste der Provinz Homs, bestehend aus zwei großen Gehegen, runden Türmen, einer Moschee und Olivenpressen. Die gesamte Anlage war als eigenständige Siedlung konzipiert, mit einem ausgeklügelten Wassersystem, das die verschiedenen Bereiche versorgte.
Der Komplex wurde 729 n. Chr. unter dem Umayyaden-Kalifen Hischam ibn Abd al-Malik errichtet und diente als militärischer Vorposten sowie als Kontrollpunkt an den Handelswegen durch die Wüste. Nach dem Ende der Umayyaden-Herrschaft wurde er im Laufe der Jahrhunderte nach und nach aufgegeben.
Die Wände des Komplexes zeigen Kalksteinelemente, die an römische und byzantinische Bauten erinnern, kombiniert mit islamischen Stuckverzierungen. Wer genau hinschaut, erkennt an einem einzigen Gebäude, wie verschiedene Baustile aufeinandertreffen und ineinandergreifen.
Der Standort liegt in einer abgelegenen Wüstenregion, daher sind festes Schuhwerk und ausreichend Wasser unverzichtbar. Aufgrund der aktuellen Lage in der Region sollten Reisende vor der Abfahrt die örtlichen Bedingungen sorgfältig prüfen.
Teile der hier gefundenen Mosaikböden wurden ins Nationalmuseum von Damaskus überführt und sind dort ausgestellt, sodass Besucher beider Orte diesen Komplex aus zwei verschiedenen Perspektiven erleben können. Dies bedeutet, dass der Standort in gewisser Weise auf zwei Orte verteilt ist.
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