Arpad, Archäologische Stätte im Gouvernement Aleppo, Syrien.
Arpad, auch als Tell Rifaat bekannt, ist ein archäologischer Fundort in der Gouvernementschaft Aleppo im Norden Syriens. Der Ort besteht aus einem aufragenden Erdhügel, auf dem sich Reste alter Mauern und die Grundrisse einer ehemaligen Zitadelle erhalten haben.
Arpad war die Hauptstadt eines aramäischen Königreichs, das in der Region rund um das heutige Nordsyrien Macht ausübte, bis die Stadt im 8. Jahrhundert v. Chr. nach einer langen Belagerung durch die Assyrer zerstört wurde. Danach verlor die Stadt ihre politische Rolle und wurde nach und nach aufgegeben.
Tell Rifaat ist der heutige arabische Name des Hügels, der die antike Stadt bedeckt. Wer den Hügel umrundet, erkennt noch heute die Umrisse der einstigen Stadtanlage und bekommt ein Gefühl dafür, wie weit das Herrschaftsgebiet des aramäischen Königreichs einst reichte.
Der Hügel ist zu Fuß begehbar und bietet einen weiten Blick über die umliegende Ebene. Der Untergrund kann an manchen Stellen uneben und steinig sein, festes Schuhwerk ist daher empfehlenswert.
In alten assyrischen Texten wird Arpad als ein hartnäckiger Gegner erwähnt, dessen Widerstand gegen die Großmacht mehrere Jahre dauerte, bevor die Stadt fiel. Diese Erwähnungen machen Arpad zu einem der wenigen syrischen Orte aus dieser Zeit, die in zeitgenössischen Schriften so direkt beschrieben werden.
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