Tell Qaramel, Archäologische Stätte nördlich von Aleppo, Syrien.
Tell Qaramel ist eine archäologische Stätte im Gouvernement Aleppo, Syrien, die mehrere Steintürme und Bauwerke umfasst, die sich über ein fruchtbares Flusstal auf 444 Metern Höhe erstrecken. Die Siedlungsreste verteilen sich vom Haupthügel nach Süden hin und dokumentieren eine der ältesten bekannten dauerhaften menschlichen Ansiedlungen.
Die Siedlung entstand um 11000 v. Chr. während der frühen Phase des Neolithikums, bevor Ackerbau und Tierhaltung weit verbreitet waren. Archäologen haben Bauwerke freigelegt, die zeigen, wie Menschen begannen, an einem Ort zu bleiben und dauerhafte Strukturen zu errichten.
Ausgegrabene Skelette zeigen Spuren einer rituellen Entfernung des Schädels nach dem Tod, ein Brauch, der in frühen sesshaften Gesellschaften dokumentiert ist. Diese Bestattungspraktiken deuten auf gemeinsame Vorstellungen über den Übergang zwischen Leben und Tod hin, die in verschiedenen Siedlungen der Region geteilt wurden.
Das Gelände erstreckt sich südlich vom Haupthügel und wird heute von einer Bahnlinie durchquert, die durch Teile der alten Siedlung führt. Besucher sollten die Topografie des Tales beachten, um die Lage der verschiedenen Strukturen nachvollziehen zu können.
Archäologen fanden einen polierten Kupferklumpen in den Ausgrabungsschichten, der zu den frühesten Metallgegenständen gehört, die jemals in menschlichen Siedlungen entdeckt wurden. Dieses kleine Objekt zeigt, dass Menschen bereits mit nativen Metallen experimentierten, lange bevor sie lernten, Erze zu schmelzen.
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