Tell Ain Dara, Eisenzeitlicher Tempel im Bezirk Afrin, Syrien.
Ain Dara ist eine archäologische Stätte im Distrikt Afrin in Syrien, die Überreste eines eisenzeitlichen Heiligtums bewahrt. Das Gebäude ruht auf einem Kalksteinfundament mit Basaltblöcken und zeigt detaillierte Steinschnitzereien von Löwen und Sphinxen entlang der Außenmauern.
Die Anlage bestand von 1300 v. Chr. bis 740 v. Chr. und zeigt architektonische Ähnlichkeiten mit dem in biblischen Texten beschriebenen Ersten Tempel von Jerusalem. Türkische Militäroperationen im Jahr 2018 verursachten erhebliche Schäden an der Struktur, wobei Berichte von der Zerstörung von sechzig Prozent des Gebäudes sprechen.
Das Heiligtum enthält geschnitzte Reliefs mesopotamischer Gottheiten, darunter Darstellungen von Ishtar und dem Sturmgott Hadad auf seinen Steinoberflächen. Diese Bildwerke zeigen die religiösen Verbindungen zwischen der Region und dem weiteren Nahen Osten während der Eisenzeit.
Die Stätte liegt im nordwestlichen Teil Syriens im Distrikt Afrin und ist nur noch begrenzt zugänglich. Besucher sollten sich über aktuelle Sicherheitsbedingungen und lokale Beschränkungen informieren, bevor sie eine Reise in diese Region planen.
Der Boden zeigt drei riesige Fußabdrücke, die jeweils einen Meter lang sind und in die Steinoberfläche nahe dem Eingangsportikus geschnitzt wurden. Diese Abdrücke könnten eine göttliche Präsenz symbolisieren und gehören zu den markantesten Merkmalen der gesamten Anlage.
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