Tell Ramad, Neolithische archäologische Stätte südwestlich von Damaskus, Syrien.
Tell Ramad ist eine neolithische Siedlung an den Abhängen des Hermon-Massivs in Syrien mit drei unterschiedlichen Schichten menschlicher Besiedlung. Der Ort erstreckt sich über mehrere Hektar und zeigt deutliche Spuren früher Agrarwirtschaft mit Funden von gezähmtem Weizen, Gerste und Flachs sowie Speicherkammern.
Die Besiedlung stammt aus dem Neolithikum und zeigt Spuren von etwa 7200 bis 6300 v.Chr., wobei französische Archäologen in acht Grabungskampagnen zwischen 1963 und 1973 die Schichten erforschten. Die Ausgrabungen von Henri de Contenson und W.J. van Liere legten umfangreiche Strukturen aus dieser frühen Zeit frei.
Die Bewohner dieser Siedlung lebten in ovalen Gruben mit kalkverputzten Böden und begruben ihre Toten gemeinschaftlich in gemeinsamen Gräbern, die Grabbeigaben enthielten. Diese Praktiken zeigen, wie frühe Gemeinden ihre täglichen Räume gestalteten und ihre Verstorbenen verehrten.
Der Ort liegt südwestlich von Damaskus und ist über lokale Straßen erreichbar, wobei die beste Sichtbarkeit der Ausgrabungsstellen bei Tageslicht gegeben ist. Besucher sollten auf unebenes Gelände vorbereitet sein und angemessene Schuhe für das Gelände tragen.
An diesem Ort wurde einer der ältesten Kupferpendants gefunden, das die Anfänge der Metallverarbeitung in der Region zeigt. Der Fund weist darauf hin, dass Menschen bereits im 7. Jahrtausend v.Chr. Kupfer bearbeiteten und verarbeiteten.
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