Wat Tham Khao Pun, Höhlentempel in Nong Ya, Thailand
Wat Tham Khao Pun ist ein Höhlentempel am Ufer des Kwai Noi in Nong Ya, Thailand, bekannt für sein Netz aus neun natürlichen Kammern voller Buddhastatuen und hinduistischer Schreine. Die Gänge zwischen den Kammern sind schmal und gewunden, die Decken hängen mit Stalaktiten, und das Innere ist schwach beleuchtet, sodass die Felsen und Statuen im Halbdunkel sichtbar bleiben.
Der Tempel erlangte historische Bedeutung, als König Chulalongkorn ihn 1870 besuchte, um den liegenden Buddha im Inneren zu verehren, was den Ruf des Ortes in Thailand stärkte. Während des Zweiten Weltkriegs nutzten japanische Soldaten das Gebiet in der Nähe als Lazarett, und Fotos sowie alte Gegenstände außerhalb der Höhle erinnern noch heute an diese Zeit.
Die neun Kammern des Höhlentempels sind mit Buddhastatuen und hinduistischen Schreinen ausgestattet, was zeigt, dass hier beide Traditionen nebeneinander verehrt werden. Besucher beobachten, wie Einheimische Räucherstäbchen anzünden oder Kerzen an den Schreinen aufstellen, eine alltägliche Form der Andacht an diesem Ort.
Ein Besuch ist bequemer mit festem Schuhwerk, da einige Abschnitte des Bodens in der Höhle uneben oder rutschig sein können. Wer morgens früh kommt, findet weniger Besucher und eine ruhigere Stimmung; Schultern und Knie sollten beim Betreten der Anlage bedeckt sein.
Die Höhle beherbergt Kolonien von Fledermäusen, die dauerhaft in den oberen Bereichen der Kammern leben und deren Geruch im gesamten Inneren wahrnehmbar ist. In den 1990er Jahren wurde ein Tourist im Tempel von einem jungen Mönch ermordet, was den Ruf des Ortes für einige Zeit veränderte, bevor er wieder als Andachtsstätte zugänglich wurde.
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