Jeitun, Neolithische archäologische Stätte nahe dem Kopet-Dag-Gebirge, Turkmenistan
Jeitun ist eine neolithische Siedlung in der Nähe des Kopet-Dag-Gebirges mit etwa 30 rechteckigen Gebäuden aus sonnengetrockneten Lehmziegeln und gehacktem Stroh. Die Häuser verfügen über große Feuerstellen und mit Kalk verputzte Böden, die Hinweise auf das tägliche Leben der Bewohner geben.
Die Ausgrabungen der Stätte begannen in den 1950er Jahren und zeigten menschliche Besiedlung vom 7200. bis zum 4500. Jahrhundert v. Chr. Diese lange Besiedlungszeit macht den Ort zu einem Schlüssel zum Verständnis der frühen landwirtschaftlichen Entwicklung in Zentralasien.
Der Ort zeigt Spuren früher handwerklicher Fähigkeiten durch Tonfiguren und verzierte Keramik, die Ähnlichkeiten mit Arbeiten aus frühen landwirtschaftlichen Siedlungen in benachbarten Regionen aufweisen. Diese Gegenstände deuten auf kulturelle Verbindungen zwischen den ersten Bauern verschiedener Gegenden hin.
Der Zugang zur Stätte ist begrenzt und erfordert Vorbereitung sowie eine lokale Genehmigung, da die Überreste teilweise unter der Erde liegen. Es ist ratsam, mit einem erfahrenen Führer zu gehen, um die archäologischen Strukturen richtig zu interpretieren.
Die Stelle zeigt die ältesten Beweise für den Anbau von Getreide in Zentralasien, mit Gerste und zwei Weizenarten, die mit steinernen Werkzeugen angebaut wurden. Diese frühe Landwirtschaft unterscheidet sich deutlich von anderen bekannten Zentren der landwirtschaftlichen Erfindung weltweit.
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