Oinoanda, Archäologische Stätte in der Provinz Muğla, Türkei
Oenoanda ist eine antike Stadt in der Höhe von etwa 1400 Metern, deren Ruinen Mauern mit polygonaler Steinverarbeitung sowie Reste eines Aquädukts und einer römischen Brücke zeigen. Die Überreste deuten auf eine gut geplante urbane Siedlung hin, die das technische Geschick ihrer Erbauer widerspiegelt.
Die Stadt entstand in der Zeit vor etwa 3000 Jahren und erlebte nacheinander hellenistische, römische und byzantinische Epochen als Teil der Lykischen Liga. Die kontinuierliche Besiedlung über Jahrhunderte hinweg zeigt ihre strategische Bedeutung in der antiken Mittelmeerregion.
Der Ort war einst Heimat philosophischer Diskussionen, besonders durch die Lehren des Philosophen Diogenes, die auf Steinen festgehalten wurden. Besucher können heute noch die Spuren dieser antiken Gedankenwelt in den erhaltenen Inschriften erkennen.
Der Ort liegt westlich des Dorfes İncealiler und kann am besten zu Fuß erkundet werden, wobei festes Schuhwerk wegen des unebenen Geländes empfohlen wird. Besucher sollten Wasser und Sonnenschutz mitbringen, da die hochgelegene Position wenig natürlichen Schatten bietet.
Unter den Haustrümmern wurden Überreste einer antiken Weinpresse gefunden, was auf die ursprüngliche Bedeutung des Ortes als Weinanbauregion hindeutet. Der Name stammt aus einer hethitischen Sprache und bedeutet wörtlich ein reiches Weingebiet.
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