Kibyra, Antike archäologische Stätte in Golhisar, Türkei.
Kibyra ist eine archäologische Stätte in der Nähe von Gölhisar in der Türkei, mit Überresten aus der Römerzeit, die auf mehreren Terrassen eines Abhangs verteilt sind. Zu den noch erkennbaren Bauten gehören ein Theater, ein Stadion und öffentliche Bäder, die in das Gelände eingebettet sind.
Die Siedlung entstand im 8. Jahrhundert v. Chr. und wurde unter römischer Herrschaft zu einer bedeutenden Stadt ausgebaut. Sie blieb jahrhundertelang ein wichtiges Zentrum der Region, bevor sie um das 8. Jahrhundert n. Chr. aufgegeben wurde.
Das Odeon des Ortes besitzt einen großen Mosaikboden mit einer Medusa-Darstellung, die noch heute gut sichtbar ist. Solche Böden waren in der Antike für öffentliche Versammlungen und Aufführungen bestimmt, was man beim Durchlaufen der Ruinen noch gut nachvollziehen kann.
Die Stätte ist ohne eigenes Fahrzeug oder gebuchte Tour schwer zu erreichen, da öffentliche Verkehrsmittel in dieser Gegend kaum vorhanden sind. Ein früher Besuch ist empfehlenswert, und da der Ort auf einem Hang liegt, sollte man festes Schuhwerk und Kleidung in Schichten mitbringen.
Unter den Sitzreihen des Stadions befanden sich spezielle Kammern, die für Gladiatorenkämpfe und athletische Wettkämpfe genutzt wurden. Diese Bauweise zeigt, wie weit die römische Ingenieurskunst selbst in dieser abgelegenen Gegend Anatoliens reichte.
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