Kayseri, Historische Stadt in Zentralanatolien, Türkei
Kayseri ist eine Großstadt in der gleichnamigen Provinz in Zentralanatolien in der Türkei, die sich am Fuß des Erciyes erstreckt. Die Stadt liegt auf etwa 1.050 Meter Höhe und wird von der 3.916 Meter hohen Kuppe des erloschenen Vulkans überragt, der das Klima und die Umgebung prägt.
Die Siedlung entstand aus dem antiken Mazaka und wurde in römischer Zeit zu Caesarea, bevor sie um 2000 v. Chr. ein Handelszentrum zwischen Assyrern und Hethitern wurde. Im 13. Jahrhundert entstand unter den Seldschuken ein architektonisches Zentrum mit Moscheen, Medresen und Badehäusern.
Der Name Kayseri leitet sich von Caesarea ab, einer Bezeichnung aus römischer Zeit, die bis heute im türkischen Stadtbild sichtbar bleibt. Viele Bewohner arbeiten im Möbel- und Teppichhandel, und auf den Märkten herrscht an Wochentagen ein lebhafter Handel mit Gewürzen, Stoffen und Lebensmitteln.
Der Flughafen Erkilet verbindet die Stadt mit nationalen und internationalen Zielen, während Busse und Straßenbahnen ein funktionierendes Nahverkehrsnetz bilden. Viele Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum zu Fuß erreichbar, und die Höhenlage sorgt für kühlere Temperaturen im Sommer.
Das Archäologische Museum zeigt den Herkules-Sarkophag aus den Jahren 150 bis 160 n. Chr. mit detaillierten Steinreliefs der zwölf Arbeiten des Herkules. In den Steinmetzereien rund um die Altstadt arbeiten Handwerker weiterhin mit Techniken, die seit Jahrhunderten überliefert werden.
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