Muğla, Verwaltungszentrum in der südwestlichen Türkei
Muğla ist eine Provinzhauptstadt im Südwesten der Türkei, rund 30 Kilometer von der Bucht von Gökova entfernt und auf einer Höhe von etwa 660 Metern gelegen. Die Stadt erstreckt sich über hügeliges Gelände zwischen Bergen und Ebenen, umgeben von landwirtschaftlichen Flächen und Wäldern.
Die Stadt wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. unter dem Namen Mobolla gegründet und stand nacheinander unter rhodischer, römischer und byzantinischer Herrschaft. Im späten Mittelalter fiel sie an türkische Herrscher und entwickelte sich zu einem regionalen Verwaltungszentrum.
Der Name leitet sich vom antiken Mobolla ab, das über die Jahrhunderte in seine heutige Form überging. Traditionelle osmanische Häuser mit Holzgalerien und Innenhöfen prägen noch immer einige Wohnviertel der Stadt.
Die Stadt liegt auf einer gut befahrbaren Strecke zwischen den Küstenorten und dem Landesinneren, sodass Durchreisende hier Halt machen können. Märkte finden an bestimmten Wochentagen statt und bieten lokale Erzeugnisse wie Zitrusfrüchte, Gemüse und Honig an.
Ausgrabungen im Jahr 2018 förderten ein 2300 Jahre altes Grabmal unweit der Stadt zutage, das einem antiken griechischen Faustkämpfer namens Diagoras zugeschrieben wird. Dieser Fund verbindet den Ort mit der sportlichen Welt der hellenistischen Zeit.
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