Rüstem-Pascha-Moschee, Osmanische Moschee in Tahtakale, Türkei.
Die Rüstem-Pascha-Moschee ist ein osmanisches Gotteshaus in Istanbul, das sich in einem belebten Marktgebiet über Geschäftsläden erhebt und mit handwerklich verlegten Iznik-Fliesen bedeckt ist. Das Innere zeigt über 2300 Fliesen in geometrischen Mustern mit Blau-, Türkis- und Rottönen, die Wände, Säulen und den Gebetsschrein schmücken.
Ein Großwesir des Sultans Süleyman I. ließ das Gebäude Mitte des 16. Jahrhunderts errichten und beauftragte den berühmten Architekten Mimar Sinan mit dessen Entwurf. Dieser Bau war Teil einer Zeit großer künstlerischer und architektonischer Blüte unter osmanscher Herrschaft.
Die Moschee war ein Zeichen von Wohlstand und künstlerischem Geschmack ihres Stifters und zeigt, wie wohlhabende Osmanen ihre Macht durch religiöse Bauten ausdrückten. Besucher sehen heute noch diese Verbindung zwischen Glaube und Kunsthandwerk in jedem Detail des Raums.
Die Moschee liegt in einem geschäftigen Marktgebiet und ist relativ einfach zu erreichen, bleibt aber während der täglichen Gebetszeiten für Besucher geschlossen. Angemessene Kleidung mit bedeckten Armen und Beinen ist erforderlich, und Schuhe müssen vor dem Eintreten ausgezogen werden.
Die Moschee sitzt auf einer erhöhten Plattform über den Läden des unteren Marktplatzes, eine bauliche Lösung die dem Gebetsraum Ruhe und Abstand vom Lärm des Bazars gibt. Diese erhöhte Position ermöglicht es, dass selbst in einer gedrängt bebauten Gegend ein ruhiger innerer Raum entstehen konnte.
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