Elaia, Archäologische Stätte in Thesprotien, Türkei
Elaea ist eine befestigte Siedlung, die sich auf einem natürlich geschützten Plateau in 500 Metern Höhe in der Nähe der Paramythia-Berge ausbreitet. Die archäologische Stätte erstreckt sich über etwa 105.000 Quadratmeter und zeigt die räumliche Organisation eines antiken Verwaltungs- und Handelszentrums.
Die Stadt erlebte ihre Blütezeit in der hellenistischen Periode und wurde 167 v.Chr. durch die Legionen des Aemilius Paulus während der römischen Eroberung zerstört. Dieser abrupte Fall markiert das Ende einer längeren Phase urbaner Entwicklung in dieser Region.
Im nordöstlichen Bereich befand sich ein kleiner Tempel für eine unbekannte Gottheit, während die Mitte einen Handels- und Politikplatz mit umliegenden Säulenhallen aufwies. Diese räumliche Anordnung zeigt, wie Handel und Verwaltung im alltäglichen Leben der Bewohner miteinander verflochten waren.
Die archäologische Stätte liegt etwa 40 Kilometer südöstlich von Igoumenitsa und ist über die Egnatia-Autobahn sowie die Provinzstraße von Paramythia nach Glyki erreichbar. Besucher sollten geeignetes Schuhwerk mitbringen, da das Gelände auf einem höher gelegenen Plateau anspruchsvoll zu begehangen ist.
In der Nähe des Dorfes Prokopi entdeckten Archäologen das Grab eines Adligen, das eine komplette Rüstung enthielt, darunter einen silbernen Helm. Dieser seltene Fund ist weltweit bekannt, da es sich um einen der wenigen erhaltenen Helme aus Edelmetall aus dieser antiken Periode handelt.
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