Karamagara-Brücke, Römische Brücke in Kappadokien, Türkei.
Die Karamagara-Brücke ist eine antike römische Steinbrücke in der Türkei, die mit einem einzelnen spitzen Bogen über den Fluss Arapgir Çayı führte und etwa 17 Meter spannte. Das Bauwerk wurde aus Steinen ohne Mörtel errichtet und trug griechische Inschriften, die später vor der Überflutung geborgen wurden.
Das Bauwerk entstand im 5. oder 6. Jahrhundert und war Teil eines alten römischen Wegsystems, das zur Stadt Melitene führte. Es verschwand unter dem Stausee des Keban-Staudamms 1975, nachdem seine Steine 1972 zum Schutz ins Museum von Elazığ gebracht worden waren.
Die auf der stromabwärts gelegenen Seite gefundene griechische Inschrift enthielt Text aus Psalm 121, zeigt die Integration christlicher Elemente in römische Architektur.
Die Brücke existiert heute nur noch unter Wasser des Stausees, daher ist ein Besuch vor Ort nicht möglich. Die geretteten Steine mit Inschriften können hingegen im Museum von Elazığ besichtigt werden, das detaillierte Informationen zur antiken Struktur bietet.
Das Bauwerk gilt als eines der frühesten Beispiele für den Einsatz eines spitzen Bogens in der Brückenbaukunst und stellt damit einen Bruch mit den traditionellen römischen Rundbogenkonstruktionen dar. Diese architektonische Innovation verbindet römische Ingenieurskunst mit technischen Elementen, die später in mittelalterlichen Brückenbau verbreitet wurden.
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