Kuzguncuk, Historisches Viertel am asiatischen Ufer des Bosporus, Türkei.
Kuzguncuk ist ein Stadtteil an der asiatischen Uferseite des Bosporus mit traditionellen Holzhäusern in verschiedenen Farben und schmalen Gassen, in denen sich lokale Läden reihen. Die Straße İcadiye bildet das Herzstück und beherbergt zahlreiche Cafés, Restaurants, Buchläden und kleine Geschäfte, die den traditionellen Handel des Viertels bewahren.
Das Viertel entstand aus einem Fischerdorf und wandelte sich in eine multikulturelle Siedlung, als Juden aus Spanien und Portugal sich dort Ende des 15. Jahrhunderts niederließen. Diese Besiedlung brachte Wohlstand und eine vielfältige Bevölkerung, die das Viertel über Jahrhunderte prägte.
Im Stadtteil stehen mehrere Gotteshäuser verschiedener Religionen nahe beieinander: die Beth Ya'akov Synagoge, die Kirche Surp Krikor Lusavoriç und die Üryanizade Moschee. Diese Nebeneinander zeigt noch heute die religiöse Vielfalt, die das Viertel prägt.
Der Stadtteil ist leicht zu Fuß zu erkunden, da die Gassen eng und überschaubar sind und die meisten Orte nah beieinander liegen. Beste Zeit für einen Besuch sind die Morgen- oder Abendstunden, wenn die Straßen ruhiger sind und man die Läden und Lokale in gemütlicher Atmosphäre erleben kann.
Das Viertel hat keine Polizeiwache, da die Kriminalitätsrate konstant niedrig bleibt. Dies zeigt die starke Gemeinschaftsbindung zwischen den Bewohnern, die das Zusammenleben prägt.
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