Große Synagoge, Neomudéjar-Synagoge in der Maarif-Straße, Edirne, Türkei.
Die Synagoge von Edirne ist ein neomudejaristisches Gebäude an der Maarif-Straße, das drei Geschosse mit aufwendig gestalteten architektonischen Elementen und Galerien aufweist. Das Gebäude bietet Platz für große Gottesdienstgemeinden und vereint Gebetsräume sowie Versammlungsflächen unter einem Dach.
Ein Großfeuer von 1905 zerstörte mehrere Synagogen der Stadt, woraufhin die osmanische Regierung den Wiederaufbau eines neuen Tempels genehmigte, der 1909 eingeweiht wurde. Dieses Gebäude überstand seither und wurde später grundlegend renoviert.
Die Synagoge verkörpert das Erbe der sephardischen Juden, die sich nach ihrer Vertreibung aus Spanien in Edirne niederließen und ihre Traditionen im Osmanischen Reich bewahrten. Besucher können die Spuren dieser Gemeinschaft in den Details des Gebäudes und seiner Ausstattung erkennen.
Das Gebäude ist von außen leicht zu finden und bietet einen direkten Zugang von der Straße aus, sodass Besucher die Architektur aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten können. Beim Betreten sollte man mit angemessener Kleidung und Verhalten rechnen, da es sich um einen aktiven Gebetsort handelt.
Das Gebäude wurde 2015 nach einer umfangreichen Restaurierung wiedereröffnet, die es in seinen früheren Glanz zurückversetzte. Die Renovierungsarbeiten ermöglichten es, mehrere beschädigte Teile der Original-Ausstattung wiederherzustellen.
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