Muradiye Mosque, Osmanische Moschee in Edirne, Türkei
Die Muradiye-Moschee hat eine T-förmige Struktur mit einem Portikus mit fünf Buchten, zwei gewölbten Eingangshallen und einem zentralen Gebetsbereich unter der Hauptkuppel. Das Gebäude sitzt auf erhöhter Position und zeigt charakteristische Merkmale der frühen osmanischen Architektur.
Sultan Murad II beauftragte die Konstruktion zwischen 1426 und 1436, mit der ursprunglichen Absicht, es als Unterkunft für Mevlevi-Derwische zu nutzen. Die Fertigstellung markierte einen wichtigen Moment in der frühen ottomanischen Baugeschichte.
Die Gebetshalle zeigt blaue und weiße sechseckige Kacheln in acht Reihen an drei Wänden, die die frühe osmanische Keramikkunst zeigen. Diese handwerkliche Tradition spiegelt die künstlerischen Fähigkeiten wider, die in dieser Zeit geschätzt wurden.
Das Heiligtum liegt nordostlich der Selimiye-Moschee und ist zu Fuß uber die Mimar-Sinan-Straße erreichbar. Die erhöhte Lage macht es leicht zu erkennen und bietet einen natürlichen Aussichtspunkt über die Umgebung.
Der Mihrab zeigt aufwendig gestaltete keramische Fliesen aus dem 15. Jahrhundert mit Koranversen und Blumenmustern. Diese Details zeigen die künstlerische Qualität, die in dieser frühen Phase der ottomanischen Kunstfertigkeit erreicht wurde.
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