Sinop Fortress Prison, Gefängnismuseum in Sinop, Türkei
Die Sinop-Festungsgefängnisanlage besteht aus einer U-förmigen Steinstruktur mit 28 Räumen verteilt auf zwei Ebenen, umgeben von massiven Schutzmauern. Das Gelände umfasst Zellblöcke, Innenhöfe und Verwaltungsgebäude, die zusammen ein System zeigen, das lange Zeit als eine der härtesten Haftstätten des Landes funktionierte.
Die Anlage wurde 1887 innerhalb der Mauern der alten Sinop-Festung erbaut und diente Jahrzehnte lang als Hochsicherheitsgefängnis für das Ottomanische Reich und später die Türkei. Sie schloss 1997, nachdem sie über 100 Jahre als einer der gefürchtetsten Haftorte des Landes fungiert hatte.
Das Gefängnis war lange Zeit Zufluchtsort für türkische Schriftsteller und Künstler, die hier ihre Werke schufen und ihre Gedanken aufzeichneten. Die Räume erinnern noch heute an ihre Präsenz und erzählen von der intellektuellen Kraft, die selbst hinter Mauern nicht zu brechen war.
Der Zugang zur Anlage ist relativ leicht, aber die Wege durch die verschiedenen Ebenen können steil sein und erfordern gutes Schuhwerk. Es ist sinnvoll, sich Zeit für eine ausführliche Erkundung zu nehmen, da viele Räume Erklärungstafeln enthalten, die das tägliche Leben in der Gefängnisanlage erläutern.
Die Stätte sitzt auf Anatoliens nördlichstem Punkt und ist auf drei Seiten vom Schwarzen Meer umgeben, was dem Ort eine isolierte und abgelegene Atmosphäre verleiht. Diese geografische Lage machte das Gefängnis zu einem der schwierigsten Orte zur Flucht in der gesamten Region.
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