Kinmen, Verwaltungsarchipel im Südosten Taiwans.
Kinmen County ist ein Archipel in der Taiwanstraße, rund 10 Kilometer (6 Meilen) östlich von Xiamen gelegen, mit Jincheng Township als Verwaltungszentrum. Die Inselgruppe umfasst mehrere bewohnte und unbewohnte Landmassen, die durch flache Gewässer voneinander getrennt sind.
Die Inselgruppe war 1958 Schauplatz intensiver Artilleriegefechte während der Zweiten Taiwanstraßenkrise, als Truppen vom Festland wochenlang die Küsten beschossen. Dieser Konflikt prägte die militärische und zivile Infrastruktur der Region für Jahrzehnte.
Auf den Hauptinseln sprechen die Bewohner Quanzhou-Dialekt, eine Variante des Hokkien, während im kleineren Wuqiu die Pu-Xian-Sprache vorherrscht. Diese sprachliche Vielfalt spiegelt die historischen Verbindungen zur Küste Fujians wider und zeigt sich im Alltag der Märkte und Tempel.
Eine Fährverbindung nach Xiamen ermöglicht seit 2001 die direkte Anreise vom chinesischen Festland und macht die Inseln zu einem Knotenpunkt für Reisende zwischen beiden Seiten. Die Überfahrt dauert knapp eine Stunde und bietet Ausblicke auf die Küstenlandschaft.
Lokale Handwerker verarbeiten Granathülsen aus vergangenen Konflikten zu Küchenmessern, die inzwischen weltweit von Köchen geschätzt werden. Die Klingen verbinden militärisches Erbe mit handwerklicher Tradition und sind als Souvenir gefragt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.