Xueshan-Tunnel, Straßentunnel im Bezirk Pinglin, Taiwan
Der Hsuehshan-Tunnel verläuft über fast 13 Kilometer durch das Bergmassiv und verbindet den Bezirk Pinglin im Süden der Hauptstadt mit der Gemeinde Toucheng an der Ostküste. Die beiden parallelen Röhren führen den Verkehr unter dem Gebirge hindurch, während Belüftungsschächte und Notausgänge an mehreren Stellen in die Seitenwände eingelassen sind.
Die Bauarbeiten begannen im Juli 1991, nachdem Ingenieure jahrelang die Route geplant hatten, um die Verbindung zwischen den bevölkerungsreichen westlichen Gebieten und der weniger entwickelten Ostküste herzustellen. Die Fertigstellung im Juni 2006 folgte auf 15 Jahre Arbeit, in denen Grundwasser und schwierige Gesteinsschichten die Fortschritte immer wieder verzögerten.
Der Name leitet sich vom Xueshan-Gebirge ab, das die Westküste Taiwans von den östlichen Regionen trennt und früher nur schwer zu durchqueren war. Heute nutzen Pendler und Reisende die Röhre täglich, um zwischen der Hauptstadt und der Küste zu wechseln, was den Alltag vieler Menschen verändert hat.
Die Geschwindigkeitsbegrenzung liegt bei etwa 90 Stundenkilometern, und Kameras überwachen den Verkehr entlang der gesamten Strecke, während Lautsprecher bei Bedarf Durchsagen übertragen. Fahrer sollten den Schildern folgen und sich auf wechselnde Lichtverhältnisse einstellen, besonders beim Verlassen der Röhren an hellen Tagen.
Arbeiter stießen während des Baus auf mehr als 30 Wassereinbrüche, die gemeinsam etwa 3 Millionen Liter pro Tag in die Röhren leiteten und den Fortschritt stark behinderten. Die Ingenieure entwickelten spezielle Abdichtungstechniken, um die Infiltration zu stoppen und die Struktur trocken zu halten.
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