Kernkraftwerk Tschernobyl, Kernkraftwerk in Pripyat, Ukraine
Das Kernkraftwerk Tschernobyl ist eine stillgelegte Atomanlage nahe dem Fluss Pripjat im Norden der Ukraine, die aus vier RBMK-Reaktoren in massiven Betonbauten besteht. Ein großes Kühlbecken liegt zwischen den Reaktorgebäuden und dem Flussufer, umgeben von Nebengebäuden und Infrastruktur auf einem weitläufigen Industriegelände.
Der Bau begann 1970, der erste Reaktor nahm 1977 den Betrieb auf und erzeugte bis 1986 einen erheblichen Anteil der ukrainischen Elektrizität. Nach dem Unfall im April jenes Jahres wurden die verbliebenen Reaktoren schrittweise abgeschaltet, der letzte erst im Jahr 2000.
Die Anlage dient heute als Gedenkstätte, die Besucher durch Ausstellungen und Bildungsangebote über die Risiken der Kernenergie informiert. Führungen durch das Gelände vermitteln Einblicke in den Alltag der Arbeiter und die internationale Zusammenarbeit nach der Katastrophe.
Besuche sind ausschließlich im Rahmen organisierter Touren möglich, die bei den Behörden registriert sein müssen und strenge Sicherheitsregeln einhalten. Die Guides führen durch freigegebene Bereiche außerhalb der Sperrzone um den beschädigten Reaktor, wobei dosimetrische Kontrollen an mehreren Punkten stattfinden.
Das Gelände unterliegt ständiger radiologischer Überwachung, während Forscher die Auswirkungen der Strahlung auf Wildtiere und Pflanzenarten dokumentieren. Ein Netzwerk automatischer Messstationen erfasst rund um die Uhr die Strahlenwerte in unterschiedlichen Entfernungen vom havarierten Block.
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