Yevbaz, Historischer Marktplatz in Zentral-Kyiv, Ukraine.
Yevbaz war ein Marktplatz im Zentrum von Kiew, der in der Nähe des Hauptbahnhofs lag und über viele Jahrzehnte als einer der belebtesten Handelsplätze der Stadt galt. Der offene Platz bot Händlern und Käufern Raum für den täglichen Austausch von Waren aller Art.
Der Markt wurde 1858 gegründet und entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rasch zu einem wichtigen Knotenpunkt des städtischen Handels. Er blieb selbst während der deutschen Besatzung in den 1940er Jahren in Betrieb, als das tägliche Leben unter sehr schwierigen Umständen weiterging.
Der Name Yevbaz leitet sich vom ukrainischen Wort für jüdischen Basar ab, was auf die Gemeinschaft hinweist, die den Markt über Jahrzehnte geprägt hat. Wer heute durch das Viertel geht, findet kaum noch Spuren davon, doch der Name selbst erzählt noch von dieser Geschichte.
Das Gebiet liegt im Stadtzentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs, was es gut erreichbar macht, ob man mit der Bahn anreist oder die Innenstadt erkundet. Wer sich für die Geschichte des Ortes interessiert, findet ihn am einfachsten zu Fuß vom Bahnhof aus.
Der Fotograf Herbert List hielt den Markt 1943 in einer Reihe von Bildern fest, die Bauern bei ihrer täglichen Arbeit zeigen. Diese Aufnahmen gehören zu den wenigen visuellen Zeugnissen des Ortes aus jener Zeit und befinden sich heute in internationalen Fotoarchiven.
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