Haus der weinenden Witwe, Art Nouveau Architekturdenkmal in der Liuteranska Straße, Kiew, Ukraine.
Das Haus der weinenden Witwe ist ein dreistöckiges Herrenhaus an der Liuteranska-Straße mit Art-Nouveau-Elementen und einem bemerkenswerten steinernen Frauengesicht auf der Fassade. Das Gebäude ist reich mit dekorativen Ornamenten verziert und zeigt die typischen Merkmale der modernistischen Architektur aus dieser Zeit.
Das Gebäude wurde 1907 von Architekt Eduard-Ferdinand Bradtman als Privatresidenz des Kaufmanns Sergei Arshawski erbaut. Nach der Oktoberrevolution wurde es in eine Regierungsresidenz umgewandelt und dient seitdem staatlichen Funktionen.
Die Fassade zeigt weibliche Gesichtszüge, die in der lokalen Ikonografie des frühen 20. Jahrhunderts Emotionen und Menschlichkeit in der modernen Architektur verkörpern. Besucher können heute sehen, wie solche dekorativen Elemente die Verbindung zwischen Kunst und alltäglichen Gefühlen in der städtischen Gestaltung ausdrücken.
Das Gebäude liegt zentral in Kyiv und ist von der Liuteranska-Straße aus leicht zu erkennen, wobei die geschnitzte Frauenfigur die Fassade beherrscht. Da es derzeit als Regierungsgebäude fungiert, können Außenaufnahmen gemacht werden, aber der Innenraum ist nicht für öffentliche Besichtigungen zugänglich.
Der Name des Hauses verdankt sich nicht einer tragischen Geschichte, sondern einem praktischen Architekturdetail: Regenwasser fließt durch Kanäle im steinernen Frauengesicht und erzeugt den Eindruck von Tränen. Dieses hydraulische Kunstwerk zeigt, wie frühe Modernisten Design mit Funktion und Folklore vermischten.
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