Oblique caponier Fortress, Militärische Befestigung in Kiew, Ukraine
Das Schiefe Kaponierbauwerk ist ein halbunterirdisches Befestigungswerk aus Stein und Backstein in Kiew, das mit Schießscharten und Lanzettöffnungen ausgestattet ist. Es ist Teil des Neuen Petschersker Festungssystems und liegt auf dem Tscherepanowa-Hügel, wo es die Flanken der Hauptwälle schützte.
Das Bauwerk wurde 1844 als Teil des Hospitalbefestigungskomplexes errichtet und gehörte zu einem größeren Festungsnetz, das Kiew strategisch sichern sollte. In den 1860er Jahren wandelte man es in ein politisches Gefängnis um, was einen deutlichen Bruch in seiner ursprünglichen Nutzung darstellte.
Der Name des Bauwerks leitet sich aus dem Französischen ab und beschreibt die schräge Ausrichtung der Schießscharten entlang der Flanken. Wer durch die Gänge läuft, sieht noch heute die originalen Schießöffnungen und kann nachvollziehen, wie Soldaten damals ihre Stellungen verteidigten.
Das Bauwerk befindet sich an der Hospitalna-Straße und ist täglich für Besucher geöffnet, wobei Führungen durch die halbunterirdischen Gänge angeboten werden. Da der Boden uneben ist und einige Treppen ins Innere führen, empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen.
Obwohl das Bauwerk heute als Festung bekannt ist, diente es während seines Betriebs als politisches Gefängnis einem völlig anderen Zweck als dem militärischen Schutz. Die unterirdischen Verbindungsgänge zwischen den verschiedenen Geschützstellungen blieben dabei erhalten und sind heute noch begehbar.
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