Glen Coe, Gebirgstal in Highland, Schottland
Glen Coe ist eine etwa zwölf Kilometer lange Gebirgsschlucht in den schottischen Highlands, durch die ein Fluss in Richtung Westen fließt und dabei mehrere Wasserfälle bildet. Die umliegenden Hänge zeigen verschiedene Gesteinsformationen, die vom vulkanischen Ursprung der Region zeugen, und an manchen Stellen ragen schroffe Felswände direkt neben dem Tal empor.
Im Februar 1692 töteten königliche Truppen unter dem Kommando von Robert Campbell hier 38 Mitglieder des MacDonald-Clans, nachdem sie mehrere Tage deren Gastfreundschaft genossen hatten. Dieses Ereignis wurde später als Massaker bekannt und verstärkte die Spannungen zwischen verschiedenen schottischen Familien und der Regierung in London für Jahrzehnte.
Der Ort trägt seinen gälischen Namen von den steilen Felswänden, die sich über dem Talgrund erheben, und Kletterer nutzen diese heute für anspruchsvolle Touren. Viele Wanderwege führen entlang des Flusses und bieten Zugänge zu den umliegenden Gipfeln, die weiterhin für Bergsteiger aus ganz Europa anziehend wirken.
Das National Trust for Scotland betreibt ein Besucherzentrum mit Ausstellungen und einem Café, das auch Informationen über Wanderwege und Klettergebiete bereitstellt. Viele Routen beginnen in der Nähe der Hauptstraße, aber einige Aufstiege erfordern mehrere Stunden und Erfahrung im Gelände.
Die Berghänge beherbergen seltene Moose und Lebermoose, die sich an das raue Hochlandklima angepasst haben und in feuchten Felsspalten wachsen. Botaniker besuchen die Schlucht, um diese Arten zu beobachten, die in anderen Teilen Großbritanniens selten anzutreffen sind.
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