St. Michael's Cave, Kalksteinhöhlensystem im Upper Rock Naturreservat, Gibraltar
St. Michael's Cave ist eine Kalksteinhöhle im Upper Rock Nature Reserve in Gibraltar, mit mehreren Kammern voller Tropfsteine, die sich durch Wassererosion und Mineralablagerungen über lange Zeiträume gebildet haben. Die größte Halle ist als Cathedral Cave bekannt und bietet durch ihre hohen Gewölbe und natürlichen Formationen eine beeindruckende Kulisse.
Archäologen entdeckten in den 1970er Jahren prähistorische Höhlenmalereien und eine neolithische Schale, die zeigen, dass Menschen hier schon vor Jahrtausenden lebten. Im Zweiten Weltkrieg verwandelte das britische Militär Teile der Höhle in ein Notfallkrankenhaus mit Operationssälen.
Der Name erinnert an den Erzengel Michael, und die unterirdischen Hallen werden heute für Theateraufführungen und klassische Konzerte genutzt. Die Wände werfen Klänge so klar zurück, dass Orchester ohne elektronische Verstärkung spielen können.
Der Zugang zur Höhle erfolgt über einen beleuchteten Weg mit Treppen, der durch die verschiedenen Kammern führt und etwa 30 Minuten Gehzeit benötigt. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch und die Temperatur das ganze Jahr über konstant kühl, daher empfiehlt sich eine leichte Jacke.
Tiefer unter der Besucherhöhle liegen weitere Kammern, die als Lower St. Michael's Cave bekannt sind und nur bei speziellen Touren zugänglich werden. In einem dieser unteren Bereiche führt ein unterirdischer See bis zu einem noch nicht vollständig erforschten Höhlensystem.
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