Carlisle Federal Indian Boarding School National Monument, Historische Bildungsstätte in Carlisle, Vereinigte Staaten.
Die Schule für indigene Kinder war eine Bundeseinrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Militärkaserne in Pennsylvania. Mehrere Gebäude im Kolonialstil stehen auf einem weiten Areal nahe dem Stadtzentrum von Carlisle.
Ein Armeeoffizier gründete die Einrichtung im späten 19. Jahrhundert als erste bundesweite Internatsschule außerhalb der Reservate. Die Schule schloss nach fast vier Jahrzehnten Betrieb am Ende des Ersten Weltkriegs.
Die Einrichtung verfolgte ein striktes Assimilationsprogramm, das den Schülern ihre eigenen Sprachen und Bräuche verbieten sollte. Der Name ging auf ein militärisches Konzept zurück, bei dem junge Menschen durch Drill und feste Regeln umgeformt werden sollten.
Die historische Gesellschaft der Region bietet Führungen über das Gelände an. Informationen für einen Rundgang zu Fuß gibt es bei einer örtlichen Einrichtung, die sich der Geschichte widmet.
Ein Friedhof auf dem Gelände enthält fast zweihundert Gräber von Schülern, die während der Betriebszeit verstarben. Die Grabsteine tragen Namen von Kindern aus zahlreichen Stämmen, die oft weit entfernt von ihren Familien lebten.
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